New Office Hours Aim for Well Rested, More Productive Workers+++Neue Bürozeiten zielen auf gut ausgeruhte, produktivere Arbeitnehmer ab

Here is an interesting article from the New York Times (24 December 2018), describing a real life experiment:

A growing number of businesses are encouraging their employees to work when their bodies are most awake

A few years ago, scientists conducted a real-world experiment at a ThyssenKrupp steel factory in Germany. They assigned the day shift to early risers and the late shift to night owls.

Soon the steel workers, many of whom had been skeptical at the outset, were getting an extra hour of sleep on work nights. By simply aligning work schedules with people’s internal clocks, the researchers had helped people get more and better rest.

“They got 16 percent more sleep, almost a full night’s length over the course of the week,” said Till Roenneberg, a chronobiologist at Ludwig-Maximilian University in Munich, who headed the study. “That is enormous.”

In recent years, American educators have been paying increased attention to their students’ sleep needs, with growing debate about delaying school start times. Now a number of businesses are following suit, encouraging their employees to work when their bodies are most awake.

“It’s a huge financial burden not to sleep properly,” Dr. Roenneberg said. “The estimates go toward 1 percent of gross national product,” both in the United States and Germany.

Emerging science reveals that each of us has an optimal time to fall asleep and wake up, a personalized biological rhythm known as a “chronotype.” When you don’t sleep at the time your body wants to sleep — your so-called biological night — you don’t sleep as well or as long, setting the stage not only for fatigue, poor work performance and errors but also health problems ranging from heart disease and obesity to anxiety and depression.

A full 80 percent of people have work schedules that clash with their internal clocks, said Céline Vetter, an assistant professor at the University of Colorado at Boulder and director of the university’s circadian and sleep epidemiology lab. “The problem is huge,” Dr. Vetter said. “If we consider your individual chronotype and your work hours, the chances are very high that there’s quite a bit of misalignment.”

Put it this way: If you rely on an alarm clock to wake up, you’re out of sync with your own biology.

Studies on workers in the call center of a mobile phone company, a packaging manufacturer and an oil transportation company show that these employees are more stressed and may experience more work-related discomfort and pain. It’s the mismatch — not the hours themselves — that matters. A 2015 Harvard Medical School study found that for night owls, working during the day increases diabetes risk.

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Hier ist ein interessanter Artikel aus der New York Times (24. Dezember 2018), der ein reales Experiment beschreibt:

Eine wachsende Zahl von Unternehmen ermutigt ihre Mitarbeiter dazu, zu arbeiten, wenn ihre Körper am meisten wach sind

Vor einigen Jahren führten Wissenschaftler ein Experiment in einem ThyssenKrupp Stahlwerk in Deutschland durch. Sie teilten die Tagschicht Frühaufstehern und die Spätschicht Nachtschwärmern zu.

Bald hatten die Stahlarbeiter, von denen viele zu Beginn skeptisch waren, in den Arbeitsnächten eine zusätzliche Stunde Schlaf bekommen. Indem sie die Arbeitszeitpläne einfach an den internen Uhren der Menschen ausrichteten, hatten die Forscher den Menschen geholfen, mehr und bessere Ruhe zu finden.

“Sie haben 16 Prozent mehr Schlaf bekommen, fast eine ganze Nacht über die Woche”, sagte Till Roenneberg, Chronobiologe an der Ludwig-Maximilian-Universität in München, der die Studie leitete. “Das ist enorm.”

In den letzten Jahren haben amerikanische Pädagogen verstärkt auf die Schlafbedürfnisse ihrer Schüler geachtet. Nun folgen eine Reihe von Unternehmen dem Beispiel und ermutigen ihre Mitarbeiter dazu, zu arbeiten, wenn ihre Körper am meisten wach sind.

“Es ist eine riesige finanzielle Belastung, nicht richtig zu schlafen”, sagte Dr. Roenneberg. „Die Schätzungen gehen von einem Prozent des Bruttosozialprodukts aus“, sowohl in den USA als auch in Deutschland.

Aktuelle Forschungergebnisse zeigen, dass jeder von uns eine optimale Zeit hat, einzuschlafen und aufzuwachen, ein persönlicher biologischer Rhythmus, der als “Chronotyp” bezeichnet wird. Wenn Sie nicht schlafen, wenn Ihr Körper schlafen möchte – Ihre sogenannte biologische Nacht – Sie schlafen also  nicht so gut oder so lange, kann dass nicht nur zu Müdigkeit, schlechter Arbeitsleistung und Fehlern führen, sondern auch zu Gesundheitsproblemen wie Herzkrankheiten und Fettleibigkeit, bis hin zu Angstzuständen und Depressionen.

80 Prozent der Menschen haben Arbeitszeitpläne, die mit ihren internen Uhren kollidieren, sagte Céline Vetter, Assistenzprofessor an der University of Colorado in Boulder und Leiterin des Circadian- und Schlafepidemiologielabors der Universität. “Das Problem ist riesig”, sagte Dr. Vetter. “Wenn wir Ihren individuellen Chronotyp und Ihre Arbeitszeit berücksichtigen, sind die Chancen sehr groß, dass es zu einer Fehlstellung kommt.”

Um es so auszudrücken: Wenn Sie beim Aufwachen auf einen Wecker angewiesen sind, sind Sie mit Ihrer eigenen Biologie nicht synchron.

Untersuchungen von Mitarbeitern im Callcenter eines Mobilfunkunternehmens, eines Verpackungsherstellers und eines Öltransportunternehmens zeigen, dass diese Mitarbeiter stärker belastet sind und möglicherweise mehr arbeitsbedingte Beschwerden und Schmerzen empfinden. Es ist die Nichtübereinstimmung – nicht die Stunden selbst -, auf die es ankommt. Eine Studie der Harvard Medical School aus dem Jahr 2015 ergab, dass das Arbeiten am Tag bei Nachtschwärmer das Diabetes-Risiko erhöht.